Blog-Jahresrückblick 2012

Ich weiß, ich bin ein bisschen spät dran mit meinem Jahresrückblick, aber das macht ja nichts. Ich will nur noch mal rekapitulieren, was ich 2012 so alles gepostet habe, und dazu noch das eine oder andere ergänzen. Meinen Vorsatz, 2012 mindestens 12 Blogartikel zu schreiben, habe ich eingehalten. :D

Im Januar und Februar habe ich mich über dämliche Kinder-Shirts von s.Oliver aufgeregt. s.Oliver verkauft nämlich Shirts mit Aufschriften wie “Anything girls can do boys can do better” und umgekehrt. Das sind aber nicht die einzigen, im Sortiment von s.Oliver lassen sich noch viele andere finden. Das zum Beispiel. Ich habe mich zwei Mal über das Kontaktformular dort beschwert. Beim ersten Mal erhielt ich eine Antwort, beim zweiten Mal nicht mehr. Eine Freundin von mir, die sich auch dort beschwert hat, erhielt auch keine Antwort. Ich frage mich immer noch, durch wie viele Hände diese Designs gehen, bevor sie in den Verkauf gehen, und ob da wirklich niemand was merkt.

Dann hatte ich im Februar noch auf eine Aktion von Amnesty International zum Weltfrauentag 2012 hingewiesen. Und wo wir schon dabei sind, über den Weltfrauentag hatte ich mir auch Gedanken gemacht. Ich habe leider das Gefühl, dass ich so einen Artikel jedes Jahr zum Weltfrauentag schreiben könnte.

Was ich im März sehr faszinierend fand, war das, was ich salopp “Umschnallvagina” nenne: Eine Art Nachbildung der menschlichen Vagina, die Transfrauen tragen können, um sich “weiblicher” zu fühlen und je nach Kleidung auch “weiblicher” auszusehen. Das Faszinierendste daran fand ich, dass man damit angeblich auch Penetrations-Sex haben können soll. Allerdings bezweifle ich, dass das wirklich funktioniert. Ich konnte es zwar mangels Penis nicht ausprobieren, aber die Penistasche meines vorliegenden Exemplars wirkt nicht gerade dehnbar genug dafür. Nun ja.

Andere Menschen fanden meine an die Marlboro-Werbung angelehnten Anti-Raucher_innen-Plakate viel interessanter. Der Artikel ist der mit der mit Abstand größten Klickzahl seit Bestehen dieses Blogs. Verstehe ich ehrlich gesagt gar nicht. ^^” Aber das mag auch an diesen vielen Menschen liegen, die immer noch täglich mit Suchbegriffen wie “was ist ein maybe” meinen Artikel finden. Was ich auch nicht verstehe. So langsam muss doch mal jede_r die Werbung verstanden haben.

Axe hatte auch eine sehr doofe Werbung.

Im April habe ich mich über einen Artikel von einem Jonathan Petrychyns aufgeregt. Der fand nämlich, dass die Serie Glee Homosexuelle zu “normal” darstellt. Homosexuelle sind nämlich nicht wie die Heteros, sondern ganz anders!!!1 Weil, äh, darum! Man beachte da auch den Kommentar von Markus, der meinen Punkt nicht verstanden, aber gleich mal Homophobie geschrien hat.

Dann war ich erst mal ein bisschen schreibfaul, aber im August habe ich mich über Rassismus in meinem persönlichen Umfeld ausgelassen und das neue Mädchen-Ü-Ei von Ferrero untersucht. An der Stelle will ich noch auf diesen Artikel von Antje Schrupp hinweisen, die festgestellt hat, dass es bei dem Ei nicht nur um Mädchen geht, sondern auch um Jungen.

Im Oktober musste ich mich mit dem grauenhaften Lieferservice GLS herumärgern.

Im Dezember habe ich mir den Winterkatalog 2012 von Nintendo angeschaut, der 17 Spiele für Jungen empfiehlt, aber nur zwei für Mädchen. Außerdem habe ich den Animationsfilm “Ralph reichts” (Vorsicht, Spoiler!) gesehen und dabei auf Genderaspekte geachtet. Und ich habe mich über nicht-heteronormative Fernsehwerbung gefreut. :)

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